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Der Stadtpark
 Der Stadtpark von Havena liegt im Südwesten des Stadtteils Oberfluren und somit im Herzen der Stadt. Er schließt gleich an das südliche Ende des Immanstadions an, grenzt sowohl an Orkendorf als auch an Nalleshof und bis zum Hafen südwestlich des Parks ist es nicht weit. Die etwa 120x90 Schritt messende Anlage ist umgeben von einem schwarzen gusseisernen Zaun mit insgesamt sechs Durchlässen an allen Seiten, die heute nicht mehr verschließbar sind. Die grasüberwachsenen Kieswege führen durch die nicht immer ebene Grünanlage, in regelmäßigen Abständen sind Bänke aufgebaut, vor allem um den See herum. Generell scheint man sich in den letzten Jahren mit Begeisterung darin zu ergehen, neue Geschichten über Geistererscheinungen, Irrlichter, tanzende Feen und gar einer Wassernymphe unters Volk zu bringen; zumal jetzt, wo der Park zunehmend zum harmlosen Ort zu "verkommen" scheint... Was von all dem wahr ist, weiß niemand zu sagen, und beweisen kann keiner der Augenzeugen was er gesehen hat. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass nicht alle diese Geschichten böse Bubenstreiche sind um Besucher der Stadt oder kleine Kinder zu erschrecken.

Der See
 Der See liegt im östlichen Teil des Parks. Ein Weg führt um ihn herum und bietet Sitzgelegenheiten auf zahlreichen Marmorbänken. Das klare Wasser ist von Seerosenblättern überzogen, die sich gelegentlich wie von Geisterhand bewegen, wenn die dunklen forellengroßen Fische darin sie berü hren. Das Ufer säumen dichte Schilfrohre, die sich bei Wind leicht hin und her wiegen. Allerlei Getier tummelt sich hier - Libellen, kleinere Wasservö gel, Sumpfrallen, auch mal der eine oder andere Reiher - und Froschquaken ist vor allem abends keine Seltenheit. Eigentlich Idylle pur... solange man nicht weiß dass der See noch vor etwa zwölf Jahren mit einer dicken Schleimschicht überzogen war. Der See musste trockengelegt werden, um diese Schicht zu entfernen.

Da der Hauptraum der See ist, bitten wir euch Tempräume zu erstellen, wenn ihr euch an andere Orte des Parks begebt. Die Beschreibungen weiter unten sind dann als Topic zu verwenden.

Das Heckenlabyrinth
 Das Heckenlabyrinth im Süden des Parks ist inzwischen seit einiger Zeit fertig gearbeitet. Mühevoll wurde versucht die alten Wege wieder freizulegen, was auch recht gut gelungen ist. Die Hecken sind sorgfältig beschnitten, weisen nur an einigen Stellen für gute Beobachter Unebenheiten auf. Das Ganze hat einen Umfang von etwa 30x30 Schritt, die Kieswege zwischen den Hecken sind von Gras weitgehend befreit. Im Zentrum befindet sich, umgeben von vier Marmorbänken, ein knöcheltiefes rundes Becken von ca. 5 Schritt Durchmesser mit Wal-Mosaik am Grund und Springbrunnendrüse in der Mitte. Inzwischen läuft der Springbrunnen und spritzt Wasser im Halbstundenrhythmus 3 Schritt in die Höhe, natürlich nur in den wärmeren Jahreszeiten.

Die Wiese
 Die Wiese im Westen des Parks, gut 30x30 Schritt groß, ist eher unspektakulär. Das Gras ist beinahe kniehoch und mit allerlei Blumen und Kräutern durchsetzt, einige wagemutige Kaninchen haben hier ihren Bau. Man muss vorsichtig sein, denn der Boden ist an einigen Stellen mit lästigen Schlingpflanzen übersät, die zum Stolpern einladen, und am westlichen Rand türmt sich ein passabler Ameisenhaufen auf. Die Wiese wird von einer dichten Gebüschwand eingefasst und schmückt einen sanft ansteigenden Hügel von etwa 4 Schritt Höhe. Hier herrscht hohes Insektenaufkommen, wenn nicht gerade Schnee liegt. Im Norden der Wiese, halb im Gebüsch versteckt, ist eine hölzerne Hütte zu erkennen. Seit Neuestem grast dort eine kleine schneeweiße Ponystute mit langer Mähne. Im Winter steht sie neben der Scheune unter einer Plane.

Die Schwarze Eiche
 Die Schwarze Eiche war einmal eine schaurige Besonderheit im Park. Alt und knorrig, die Äste unnatürlich verdreht und von einer pechschwarzen, nicht glänzenden Farbe, der Stamm durchzogen mit tiefen Scharten, so erinnert man sich an diesen mächtigen Baum. Sie war ein Überbleibsel aus der Zeit des Fluches, das man nicht entfernen konnte, sei es weil die Wurzeln zu tief in die Erde drangen, sei es weil sie denn doch zu bedrohlich wirkte, als dass man ihr zu nahe kommen wollte, sei es, weil so mancher schreiend und von blutrünstigen Wahnvorstellungen heimgesucht das Weite suchte, als er sich ihr näherte... So hat man eine beinahe drei Schritt hohe Mauer darum gebaut mit einem Durchmesser von gut zwölf Schritt und sie als Mahnmal dort stehen gelassen. Seitdem rankten sich zahllose neue und alte Geschichten um die Schwarze Eiche, deren Äste sich des nachts angeblich Wanderern entgegengereckt haben sollen, in deren Rinde man klagende Gesichter gesehen haben will und von der gelegentlich klagendes Heulen ausgehen soll oder auch das Wispern der Namen der nächtlichen Passanten und Geschichten über düstere Vorausdeutungen, wenn einmal Raben in ihrem Geäst gesichtet wurden.

Das alles ist nun nicht mehr; die Eiche ist verschwunden in den namenlosen Tagen zwischen 34 und 35 Hal, angeblich entführt von toten und doch wandelnden Gestalten und durch den Einsatz tapferer Helden schließlich in der Unterstadt irgendwo versenkt. Wo? Darüber schweigt man, vermutlich auch weil man die Stelle nie wiederfinden würde; irgendwie ist man doch froh dass das Ungetüm aus der Stadt ist. Jedenfalls hat die Praioskirche vor den Toren der Stadt am Morgen des 1. Praios 35 Hal jemanden dem Flammentod überantwortet, man hat seine Schreie in der ganzen Stadt gehört. Andere behaupten, der Baum habe sich eigenständig in Richtung Farindelwald aufgemacht. Man habe ihn durch die Straßen wandeln gesehen und entwickelt wildeste Theorien wie er ü ber die Stadtmauer kommen konnte... In der Mauer klafft derzeit eine etwa 6 Schritt breite Bresche. Dahinter ist nichts weiter als ein recht tiefes Loch im Boden und aufgeschüttete Erde an der Innenseite der Mauer. Derzeit ist noch unklar was hier geschehen soll, aber die Stadtobersten haben ja auch noch etwas anderes zu tun, nämlich Krieg gegen die Nordmärker führen.
So ist dieses finstere Wahrzeichen des Stadtparks also nur noch Teil der Vergangenheit sowie der Erinnerungen und wird dies auch noch lange bleiben.

Die Ruine
 Die Ruine im Zentrum des Stadtparks lässt kaum mehr erkennen welchem Zweck dieses Gebäude ehemals gedient haben mochte, und nur wer sich bei alteingesessenen Bewohnern erkundigt, wird erfahren, dass es sich um die Trümmer einer ehemaligen Schenke handelt, von der nur noch einige Innenmauern stehen. Man fühlt sich unweigerlich an die Mauerreste erinnert die in der Unterstadt aus dem Meer ragen. Nur zwei der Räume sind noch überdacht, die alte Küche und gleich daneben ein Schlafraum, jedenfalls zeugt das in sich zusammengefallene Bettgestell davon. Längst ist Gras über die steinernen Trümmerteile gewachsen, die Mauern sind mit Efeu sehr dicht überwuchert und machen nicht den Eindruck, auch nur einem Tritt standhalten zu können. Vielleicht kann man noch hier und da einen halb vermoderten Holztisch oder die Theke erkennen, wenn man sich die Mühe macht, sich in diesem eingestürzten Gemäuer genauer umzuschauen. Vielleicht trifft man auch gelegentlich einen Bettler an, der sich hier zum Schlafen hingelegt hat. Und irgendwo müsste es noch eine Treppe in den Keller geben. Hier lassen sich an den Mauern und unter den Hausresten zahlreiche Eidechsen und Salamander finden.

Entwicklung in jüngerer Zeit:
 Jahre nach den schauerlichen Leichenfunden vergingen bis es Hauptmann Bard Cheannard von der Stadtwache 16 Hal wagte, als erster Havener wieder einen Fuß in den Park zu setzen. Er kehrte unbeschadet zurück, und der Ältestenrat erklürte den Park für fluchfrei. Doch es vergingen nur Wochen, bis man erneut einen schauerlich zugerichteten Toten im Park auffand. Ein zweiter folgte und Havena musste erkennen - was immer den Fluch über diesen Flecken Dere gebracht hatte, es war noch da. Es folgten im Laufe der Jahre weitere Unternehmungen um den Fluch zu brechen, aber jedes Mal wenn man glaubte es geschafft zu haben, tauchte irgendwann wieder eine Leiche auf. 31 Hal stellte man fest, dass sich im See des Parks ein Tor in die sogenannte Anderswelt geöffnet und einer niederhöllischen Kreatur Durchlass in diese Welt gewährt hatte, die havener Bürger verschleppte oder tö tete. Man trieb sie zurück und schloss das Tor mit geweihtem Wasser. Damit wurde der Spuk für beendet erklärt, aber im Jahr darauf fanden wieder Morde statt, die erst ein Ende nahmen, nachdem einige Efferdgeweihte im Park ein mehrtägiges Ritual vollzogen hatten. Was dort geschehen war bleibt unbekannt. Seitdem gab es keine neuen Vorfälle und man öffnete die Tore zum Park, aber die Bewohner bleiben weiter skeptisch und finden keinen Reiz darin in diesem Park zu lustwandeln, gleich wie gepflegt er seit einigen Monden erscheint. Wenn nachts doch einmal ein Licht, ein Schatten zwischen den Bäumen huschen sollte, so ist es lichtscheues Gesindel, welches den Fluch sucht, weil es ihn weniger wirklich glaubt, als die Wachen der Königin, die Recht und Ordnung in Havenas Gassen bringen. Und wenn schert es schon, wenn solche Lumpen des nachts verschwinden und nicht zurückkehren? Die Wachen freuen sich, hat ihnen doch jemand die Arbeit abgenommen. Der Rat der Stadt und auch die Königin haben dringlichere Sorgen. Der Krieg hat die Kassen gelehrt und immer noch müssen Männer und Frauen in Waffen gehalten werden. Ein "spukender" Park muss da hintenanstehen - zum Lustwandeln hat ohnehin niemand Zeit.
Nachdem Ereignisse in den Namenlosen Tagen zwischen 33 und 34 Hal die beinahe schon entspannte Situation um den Park wieder etwas zurückgeworfen hat, ist die Patrouillenpräsenz wieder etwas verstärkt. Es wird aber versichert dass Parkbesuchern nun nichts mehr widerfahren kann. Zum Verschwinden der Schwarzen Eiche in den Namenlosen Tagen zwischen 34 und 35 Hal siehe unter "Die Schwarze Eiche". Ein wenig scheint sich die Atmosphäre im Park etwas aufgehellt zu haben, seit das unheimliche Ungetüm weg ist.
Inzwischen hat es sich einigermaßen herumgesprochen dass eine junge Halbelfe sich um den Park kümmert. Sie bewohnt die Hütte nahe der Wiese. Das weiße Pony gehört ihr und wird gelegentlich zum Transport größerer Äste zum Westeingang herangezogen. Abends sitzt sie gelegentlich am Seeufer und entspannt sich. Das Stutzen der Bäume hat sie beendet, das Buschwerk ist zurechtgeschnitten, Wege von störenden Gewächsen befreit, im Park erinnert nur noch weniges an die schaurige Vergangenheit. Im Winter kann die Halbelfe, die A'shiana heißt, nicht viel anderes tun als den Schnee von den Wegen zu schippen.