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Teehaus "Weiße Rose"
 Lobet und Preiset den Fluß Mhanadi mit all seinen tausenden Armen, der Stolz der Tulamiden, der Fluß, der zwischen Mhanerhaven und Khunchom im zweitgrößten Flussdelta des Kontinentes in den Golf von Khunchom fließt. Khunchom selbst ist auf zweien dieser Arme im Delta des Mhanadi erbaut, dem grünen Mhanadi und dem Tiefen Mhanadi. Und entlang beider Mhanadis verläuft eine riesige Allee, die Fürst-Istav-Allee, benannt nach einem der größten Herrscher, der je über Khunchom herrschte. Diese Allee, die das Ufer des Mhanadis von den wohlhabensten Häusern und Lokalitäten trennt, ist über und über mit Palmen und Ölbäumen bepflanzt und lässt sie so wunderschön erscheinen, dass nichts mit ihr konkurrieren will. Doch nicht nur Optik sondern auch der Geruch ist einmalig, denn hier floriert neben dem Reichtum auch der Handel.

Ein Ort, welcher besonders mit seinen Gerüchen lockt, ist das Tee-Haus "Weiße Rose". Zwischen der Bornländischen Botschaft und den Bethäusern der Schlange und des Rastullah mit Blick auf den Grünen Mhanadi und die Palasttorbrücke liegt das vornehme Teehaus, welches dort seit Generationen von den Al'Mahaterech (was übersetzt soviel wie "Der überaus Fruchtbare" bedeutet) geführt wird. Derzeitiger Besitzer ist Habibi ibn Yldirim Al'Mahaterech Der etwa 50 Jahre alte dennoch irgendwie jung gebliebene Tulamide leitet zusammen mit seinen Frauen Beychaliban, Inayat, Sarjaban und der Hauptfrau Yaniseh saba Katayun Al'Mahaterech den Teeladen gemäß der Familientradition. Sprich Habibi kümmert sich um das Geschäftliche, Yaniseh ist die Wirtin und Beychaliban, Inayat und Sarjaban bedienen. Ebenfalls am Geschäft beteiligt ist einer der Söhne Habibi's, Yehimilk ibn Habibi. Er kümmert sich um die Einrichtung, die in so fern aus großen Kissen oder Diwanen besteht, in die man sich gemütlich legen und dort Tee zu sich nehmen kann oder sich an den Zahlreichen Wasserpfeifen einen schönen Abend macht. In der Mitte sind weitere Tische angebracht, an denen man das Rote- und Weiße Kamelspiel betreiben kann.

Das Teehaus als solches besteht aus zwei Teilen, dem Haupthaus, wo sich auch die Theke und der Hauptschankraum befindet, genau so wie die Wohnräume und Lager der Familie Al'Mahaterech. Bei schlechtem Wetter kann man sich hier windgeschützt aufhalten und durch große weite Arkaden blicken, welche einen hervorragenden Blick auf die Palasttorbrücke und zugleich auf die Botschaft des Kalifates gewähren, dem großen güldenglänzenden Gebäude auf der Gegenüberliegenden Insel im Mhanadi. Wer sich etwas verrenkt, kann sogar den Hafen- und Fürstenpalast erkennen, in dem der Fürst von Khunchom seiner Geschäfte nachgeht. Hinter dem Haupthaus ist ein größerer Garten mit einem großen Pavilion, den man auf großen Steinplatten erreichen kann, welche über den gepflegten Rasen gelegt sind. Auch hier sind Kissen und Diwane auf dem Boden neben kleinen Tischen für den Tee oder die Wasserpfeifen, der Geruch ist jedoch nicht so stark wie im Haupthaus, dafür weht ein zu frisches Lüftchen. Schließlich wird der Pavilion auch nur auf dünnen Säulen gehalten, welche von wohlduftenden Ranken einer Orchideenpflanze umwachsen sind. Im Garten selbst sorgen Lemonenbäume, Zypressen, Eukalyptusbüsche und diverse exotische Hecken für einen süßlichen Duft, der vor allem im Frühling, zur Pollenzeit besonders angenehm wirkt.

Ja, im ganzen Haus wird auf den Rausch gesetzt, weswegen neben den Geboten Travias hier auch die Gebote Rahjas recht hoch angesehen sind. Wobei für Paare, die sich zu sehr der Göttin Rahja hingeben ein kleines Kellergewölbe bereit gestellt wurde, um die anderen Anwesenden nicht zu sehr von ihrem Treiben abzulenken. Eine kleine Treppe am Haupthaus führt in diesen kleinen Raum, in dem sich sogar eine kleine Bar befindet, neben einem großen Schlafkissen und reichlich vielen Kerzenhaltern, denn durch die kleinen Kellerfenster gelangt nicht gerade viel Licht. Die Benutzung des Kellers lassen sich die Al'Mahaterechs übrigens gut bezahlen, der Eintritt für dieses Zimmerchen liegt bei 5 Silbertalern... pro Wassermaß. Und auf eins ist verlass, Yaniseh hat immer ein gutes Auge darauf, ob das Zimmer besetzt ist oder nicht - immerhin gibt es den Schlüssel für den Keller nur bei ihr.

Zu guter letzt, eine weitere Tradition ist die Vielfalt der Teesorten. Immer, wenn die eine Generation sich verpflichtet, das Geschäft vom verstorbenen Vater zu übernehmen, verpflichtet er sich ebenfalls, 5 neue Teesorten ins Sortiment aufzunehmen. So ist im Teehaus "Weißen Rose" inzwischen folgendes erhältlich:
Minztee, Grauer Sultan, Vanilletee, Datteltee, Bananentee, Rotbusch, Apfeltee, Hibiskustee, Eukalyptustee, Hagebuttentee, Mandeltee, Tee mit Zimt, Weinbeerentee, Sonnenblumenkerntee, Alriksbeerentee, Arangentee, Zitronentee, Ringelblumenblütentee, Ritterspornblütentee, Saflorblütentee, Kirschtee, Birnentee, Arangenschaltentee, Sauerkirschentee, Korinthentee, Grog mit Rum, Passionsfruchttee, Kokusnusstee, Ingwertee, Nelkentee, Malventee, Ananastee, Papayatee, Erdbeertee, Himbertee, Waldbeertee, Fencheltee, Schlehentee, Weißdornblättertee, Lindenblütentee, Salbeitee, Thymiantee, Melissentee, Honigtee und schwarzer Pfeffertee. Dazu kommen natürlich diverse Mischungen auf Wunsch. Die Tees kosten zwischen 8 Kreuzer und 1 Silbertaler, je nach Seltenheit des Tees.


Plan der Weissen Rose